Liebe Freunde vom Steak Haus Brasil,

Schloss Charlottenthal, Steak Haus Brasil, lädt uns ein Schild vor dem großen tudorgotischen Gebäude ein, welches seit kurzem mit neuer Fassade schon von weitem ins Blickfeld des Anreisenden rückt.

Beim Betreten des gemütlichen Restaurants werden Sie von Eneida Lindholm-Wolgien mit einem Lächeln und einem freundlichen Spruch empfangen. Auch die Speisekarte verrät die Herkunft der Besitzer: Filet dos Pampas, Steak Rio Grande, Picanha Porto Alegre sind hier unter anderem zu lesen. Es gibt auch Hühnchen und Fisch, doch Sie entscheiden sich für Steak, denn das Lokal wurde von einer Zeitschrift als eines der besten Steakhäuser in ganz Deutschlands ausgezeichnet. Vorweg ein Salat, den Eneida mit den Worten „Hier haben wir den Salat“ serviert. Dem noch unkundigen Gast erklärt sie, was sich auf dem Teller befindet: Zwiebelsalat nach einem Rezept aus São Paulo, Eneidas Heimatstadt, verschiedene teils exotische Obst- und Gemüsesorten, wie Palmenherzen, die Sie vielleicht zuvor noch nie gegessen haben. Alles fein abgeschmeckt mit leckerem Dressing. Das ist schon etwas Besonderes! Nun das Steak. Der Besucher hat die volle Auswahl: Rumpsteak, Rib-Eye, Filet oder aus dem Tafelspitz. Günther grillt die Steaks nach Gaúcho Tradition auf den Punkt, je nach Wunsch: rare, medium oder well done. Möchte ein Gast sein Steak ganz durch, fragt Eneida lachend: „Schuhsohle?“ Zu dem großen Stück Fleisch werden Kartoffelspalten, gebackene Champignon, rote Beete und Knobibrot gereicht. Perfekt, alle sind rundherum satt. Doch da ist ja noch der, von Eneida selbst zubereitete, Nachtisch. „Ohne Dr. Oetker“, betont sie. Mango, Karamell oder Maracuja, muss man probieren. Tatsächlich, ein Traum.

Der Gast fühlt sich wohl, er merkt das Eneida und Günther ihr Restaurant und ihre Arbeit lieben. Sie sind stolze Schlossbesitzer.

Am 11.04.2016 vernichtete ein verheerendes Feuer all diese Träume und das gesamte Hab und Gut der Familie Wolgien. Sie sind davongekommen nur mit dem, was sie auf dem Leib trugen, alles andere war ein Raub der Flammen.

Lieber Leser, wenn Sie die Rechnung für diesen virtuellen Restaurantbesuch auf das unten angegebene Spendenkonto überweisen, dann sind Sie zwar nicht satt, aber Sie sind zufrieden, Eneida und Günther in ihrer großen Not geholfen zu haben. Vielen Dank!

Ihr Dirk Grosche

Kontoinhaber: Wolfgang Fentzahn
IBAN: DE20 1305 0000 1040 7567 40
BIC: NOLADE21ROS (Ostseesparkasse Rostock)
Verwendungszweck: „Opferhilfe Charlottenthal“